Erster Schultag

In der Schule erkennt man mich wieder. Sehr aufmunternd, wenn die Schulsekretärin an der Theke einen gleich mal mit einem freundlichen Lächeln und „Welcome back!“ begrüsst. Das ist die letzte Phrase in nicht-russisch, die ich hier zu hören kriegen werde. Kurzer Plausch am Wasserautomaten mit Dasha, der einen Lehrerin vom letzten Jahr – was gibt’s Neues, was tut man so, wie ist das Leben – das natürlich schon auf russisch, da kennt Dasha kein Pardon… Die Ausbildungsleiterin kennt mich auch noch, streicht den schriftlichen Einstiegstest für mich – eine kurzr Unterhaltung wird reichen um mich richtig einzuteilen.

Na, danke: Die Gruppe, in der ich lande, ist ganz schön stark. Eine gruppe italienischer Studenten – alle studieren die russische Sprace, nix da mit Hobbyrussisch. Inzwischen, es ist Mittwoch, habe ich mich daran gewöhnt und mal sehen, ob ich noch deutsch kann, wenn ich zurückkomme. Aber wozu schreibt man schliesslich einen Blog. Eigentlich gibt’s noch viel zu erzählen, mache ich auch noch, über meinen Soviet day zum Beispiel. For now: Look at some pictures! Ich werde währenddessen mal Hausaufgaben machen. Ein paar Infos über Max Frisch und dessen Werk zusammenstellen, um ihn morgen im Unterricht vorzustellen. Etwas Literatur aus der Schweiz, das bin ich meiner Lehrerin schuldig. Sie hat mich gefragt, ob ich auch Bücher in russischer Sprache lese – und was. Tokareva, sage ich, wir diskutieren ein wenig. Zwei Pausen später kommt sie rein, drückt mir einen Zettel in die Hand: „Kaufen Sie dieses Buch – es wird Ihnen gefallen!“ Ich liebe die Kulturrussen!

Puschkin hat einen Vogel - nicht nur einen

Puschkin hat einen Vogel – nicht nur einen

20130818_133725 20130818_125235 IMG_0621 20130818_105914

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Erster Schultag

  1. Ria schreibt:

    Diese Strassenfluchten kommen mir irgendwie bekannt vor, obwohl es nun 35 Jahre her sind, als ich in St. Petersburg (damals Leningrad) war. Neben Veränderung gibt es auch viel Beständigkeit. Viel Spass. Ria

    • pedroinnovo schreibt:

      Ja, das glaube ich. Wenn man sich die Werbung wegdenkt und die vielen Geschäfte, Boutiquen und Restaurantketten, dann hat sich an vielen Orten wohl kaum etwas verändert…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s